Liebe Freunde
Ich wollte Euch allen mal aus meiner Sicht zu vermitteln probieren, was ich in Nepal und Indien gesehen, gehört und gefühlt habe. Da Claude nicht allzu viel Werbung in eigener Sache macht, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung wie viel Einfluss an Lehre und Geist Gott ihm und Follow Him in dieser Region gegeben hat. Erst als ich vor Ort die Stories gehört und in die erwartungsvollen und dankbaren Augen der Betreffenden gesehen habe, konnte ich mir ansatzweise vorstellen, was Gott durch diesen Dienst tut und wovon wir hier in der Schweiz nur Bruchteile mitbekommen. Wir landeten am Montag, 3. Oktober in Delhi. Tags darauf ging es mit dem Flugzeug weiter in die indische Grenzstadt Bagdogra und von dort aus mit dem Auto nach Nepal. Das Hotel dort war – für einen verwöhnten Schweizer – gelinde gesagt: gewöhnungsbedürftig. Das Essen ebenso.
Noch am selben Abend gingen wir zur Jugendkonferenz, bei welcher Claude zusammen mit Richard Suberi lehren sollte. Bei diesem Anlass kamen so ca. 180 Jungs und Mädchen im Alter zwischen 13 und 25 Jahren zusammen. Oft waren sie tagelang zu Fuss oder mit den völlig überfüllten Bussen, bei Aussentemperaturen von weit jenseits der 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit um die 100% herum, unterwegs, um dann drei Tage an diesen Meetings die Lehre und die Gegenwart Gottes in sich aufzusaugen. Doch Gott hat ihre Erwartungen und ihre Opfer reich belohnt!
Es war gewaltig was er unter diesen Kids getan hat. Vor allem innere Heilung, aber auch das Empfangen der Geistestaufe für diejenigen, welche diese bis dahin noch nicht bekommen hatten, stand auf des Herrn Agenda. Und das tat der heilige Geist in überreichem Masse! Hier und da manifestierte auch mal ein Dämon. Die kleine Kirche, welche rundherum aus Bambus bestand, hatte ein Blechdach, welches in der Sonne und - bei bereits 35 Grad im Schatten - so heiss wurde, dass man ohne Weiteres hätte Spiegeleier darauf braten können. Das Innere des Raumes wurde so noch zusätzlich aufgeheizt. Keine Ahnung wie heiss es in der Church schlussendlich war – ich habe allerdings das letzte mal so geschwitzt als ich noch in verrauchten Technoclubs unterwegs war… Auf jeden Fall war dies eine grosse Herausforderung! Als ich im späteren Verlauf für die einzelnen Kids betete, spürte ich eine Salbung wie ich sie bei mir selbst so noch nie wahrgenommen hatte. Es war genial! Meine Knie und mein ganzer Körper zitterte zwar und ich musste schauen, dass ich mich vorsichtig zwischen den am Boden sitzenden und liegenden Jugendlichen bewegte, um niemanden zu verletzen, doch schenkte der Geist praktisch bei jeder Handauflegung gleich reiche Erkenntnis und ich konnte so besser für die Betreffenden beten. Regelmässig fielen die Kraft des Heiligen Geistes auf die Kids, als wir ihnen die Hände auflegten. Mir schien es, als hätte der kindliche Glaube dieser Jungen und Mädchen die Salbung schier aus einem herausgezogen, denn ich kann nicht behaupten, dort irgendwie mehr Glauben gehabt zu haben.
Der Herr hat mächtiges getan an seinen Leuten dort. Und dies inmitten eines der wichtigsten, mehrtägigen Hindufestes welches rundherum gefeiert wurde und beinahe das ganze Land lahmlegte. Man konnte kaum noch einkaufen oder auswärts essen. Überall waren gläubige Hindus, entweder betrunken oder anderweitig nicht Herr ihrer Sinne. Viele waren sehr dämonisiert. Kein Wunder – die haben 33 Mio. verschiedene "Götter"! Diese geistliche Atmosphäre stand in diametralem Kontrast zu dem, was wir an der Konferenz erfahren durften. Das dämonische in diesen Regionen ist allgegenwärtig. Der Krieg im Geiste spürbar! Als wir durch einen Dschungel fuhren, sagte uns Richard so beiläufig, dass hier immer wieder Leute entführt werden und sich nicht einmal die Polizei hier anzuhalten getraue. Kaum war er mit dem Satz fertig sahen wir vor uns eine Menschentraube. Schaulustige, die eine Leiche am Strassenrand entdeckt hatten, wie sich bei näherem Hinsehen herausstellte. Ein Opfer des Hindufestivals, das wohl im Streit erschlagen wurde. Aus Angst vor Stammesfehden wurde am nächsten Tag ab 17.00 Uhr eine Ausgangsperre verhängt. Zum Glück waren wir da schon aus Nepal abgereist und zurück in Indien, wo es weitere Treffen – vor allem mit Leitern aus verschiednen Regionen – gab.
Auch bei diesen meist persönlichen, oder in kleiner Runde stattfindenden Treffen mit Leitern aus Regionen in Indien, Nepal, Bhutan oder Kaschmir haben die Angereisten beinahe ausnahmslos hunderte von Kilometern zurückgelegt um manchmal eine Stunde, manchmal etwas mehr oder weniger mit Claude zu reden und dabei Richtungsweisung oder Gebete zu empfangen. Einer reiste insgesamt 1200 km hin und zurück! Es hat mich persönlich zutiefst gedemütigt, was für Strapazen diese Leute auf sich nehmen, um am Bau des Königreichs Gottes so effektiv wie möglich mitwirken zu können. Auch war ich erstaunt darüber was Gott Claude hier offensichtlich anvertraut hat. Niemals hatte ich mir dies so vorgestellt. Obwohl wir ja bereits in der Follow Him Schule gewesen waren und wussten was gestandene Pastoren und langjährige Diener Christi uns über die Lehren und den Power aus ihrer Sicht gesagt hatten. Zum ersten mal hatte ich Einblick in das "Handwerk" eines wahren Diener Gottes. Es liegt mir fern hier in einen Personenkult zu verfallen, doch denke ich, dass man auch mal die echten Männer Gottes, die all ihre irdischen und geistlichen Ressourcen, ihre Zeit und ihr Leben für die Sache des Königreichs hinlegen, ehren und als Solche anerkennend erwähnen sollte. Ja ich denke wir sollten uns dies hier in der Schweiz viel bewusster sein! Was offenbar am gedeihen ist in diesen Regionen und unter der Leitung von Follow Him ist beindruckend.
Ich für meinen Teil fühle mich im Weg bestätigt, den Follow Him hier geht und möchte in Zukunft noch mehr dazu beitragen und noch mehr davon lernen. Aber ich merke auch, dass Gott uns alle herausfordert diesen Dienst noch stärker und treuer zu unterstützen. Wenn ich daran denke was nur in der kurzen Zeit bewegt wurde, was die Leute für Zeugnisse vorgebracht haben und mit wie wenig zur Verfügung stehenden Mitteln dies schlussendlich umgesetzt wurde, kann ich mir nur ansatzweise den Sieg vorstellen, welcher der Herr in den nächsten Jahren noch schenken wird. Ich meine es sind seit der Beendigung der ersten Schule gerade mal eineinhalb Jahre vergangen! Kein Wunder nutzt der Teufel alles um die Finanzen klein zu halten. Denn wenn das hier mal richtig losgeht, dann ist für ihn in weiten Teilen der Erde, die er im Moment noch als sein Wohnzimmer betrachten kann, seine Zeit der Abdankung gekommen! Das ist es, was wir doch alle sehen wollen, oder? Das ist es jedenfalls, was ich sehen will! Deshalb bin ich froh und dankbar auch etwas dazu beitragen zu dürfen, denn ich weiss mein Lohn dafür wird gross und ewiglich sein.
Lots of love
Mike Lüscher
PS: Gerne erinnern wir in diesem Zusammenhang an die Internationale Mitarbeiterkonferenz vom 29.10.11. Eine grossartige Gelegenheit mehr über die internationale Arbeit direkt von den internationalen Arbeitern an der Front zu hören! Du bist herzliche dazu eingeladen! Weitere Informationen auf: http://www.follow-him.com/de/mitarbeiterkonferenz. Gerne nehmen wir deine Anmeldung entgegen.
