Es liegen einige verrückte Wochen und Monate hinter uns in diesem Jahr. Im Jahr 2001 führte mich der Herr langsam aber sicher in eine Zeit der Wüste hinein, was den öffentlichen Dienst anbelangte. Vor dieser Zeit war ich ein beschäftigter Konferenzsprecher gewesen, schrieb einige Bücher und diente in vielen verschiedenen Nationen überall auf der Welt.
Langsam aber sicher nahm der Herr mir dann eines nach dem anderen aus der Hand und ich verschwand immer mehr aus dem öffentlichen Dienst. Es war eine Zeit des Lernens und der Limitation angesagt. Manchmal fühlte ich mich wie Josef im Gefängnis oder in Potifars Haushalt. Es schien einfach, als ob ich nie mehr vom Herrn gebraucht werden könnte um die Welt zu verändern. "Aber Herr, du hast doch so deutlich zu mir gesprochen über meine Berufung. Herr, was ist denn jetzt damit Erweckung in diese Welt zu bringen? Ich fühle mich so schwach, Herr, so sündhaft und unbrauchbar! Weshalb kann ich nichts für dich tun, mein Gott?"
Vielleicht kennst du diese Art von Gebet... Die Tage der Herrlichkeit sind vorüber. Manchmal sagte ich zu einem unserer Mitarbeiter im Dienst: "Weisst du, was wir sagen werden, wenn wir einmal im Himmel vor dem Herrn stehen und er uns fragt was wir auf dieser Erde für ihn getan haben... Herr, du weisst wir haben für dich im Stau gestanden und Menschen geholfen umzuziehen!"
Denn das schien alles zu sein, was ich während dieser Zeit machte. Oft ging ich für den Dienst einkaufen (versandte Dienstmaterial per Post etc...) oder einige Leute mussten umziehen... oder wir zogen um. Was für eine glorreiche Zeit! Wir verliessen unsere Heimat um auf der anderen Seite der Welt einfach Post zu versenden und Leuten dabei zu helfen umzuziehen.
Aber mitten in dieser schwierigen Zeit drin, lehrte uns der Herr vieles über Gnade und seine Liebe! Viele der Dinge, die wir jetzt erleben und die du in diesem Dienst kennen lernst, lernte ich in dieser limitierten Zeit und in der Wüste. War alles immer gerecht? Nein, das war es nicht. Haben die Leute mich unterschätzt und herunter gemacht? Ja, das haben sie. Aber Gott braucht alles zum Guten und gab mir viele Schätze im Tal des Todes und der Tränen! Und so preise ich ihn für diese Zeit.
Aber dieses Jahr, das Jahr 2008, ist das Jahr der Neuanfänge und das Jahr der Auferstehung und des neuen Lebens in allem Tod und allen Schwierigkeiten drin! Wir laufen ins Verheissene Land hinein und nicht nur ich, sondern wir alle als Dienst und alle Assozierten fangen an Dinge zu erleben, wie noch nie zuvor. Gott hat mir nicht nur alte Salbungen und Autorität zurückgegeben, in denen ich vor der Wüstenzeit lief, sondern er hat meinem Arsenal Dinge hinzugefügt und mir mehr Schlüssel gegeben, als ich mir je hätte vorstellen können.
Vielleicht fühlst du dich jetzt gerade auch so. Vielleicht hast du auch das Gefühl in der Wüste zu sein. Du sollst wissen, Gott sieht deine Tränen und weiss durch was du jetzt gerade gehst! Aber nicht mehr lange und auch dir wird das Tränental zu einer Schatztruhe voll verborgenem Reichtum werden. Nicht nur für dich, sondern auch für all die Menschen um dich herum! Also bleib dran und laufe mit mir in den wunderbaren Segen hinein, den der Herr für uns bereit hält!