Heute habe ich ein altes Adressbuch gefunden. Ich kenne die meisten Leute darin nicht mehr oder habe keinen Kontakt mehr. Ist schon sehr lange her. Aber ich habe auf der Frontseite des Adressbuches auch ein Zitat respektive eine kleine Abhandlung von D. Martin Luther, dem Reformator, gefunden. Ist spannend.
"Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen.
Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist es aus mit mir. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen tu ich nicht. Ich häng mich an den Hals oder Fuss Christi wie die Sünderin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann spricht er zum Vater:
Dieses Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote übertreten. Vater, aber er hängt sich an mich. Was will's! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.
Das soll mein Glaube sein!"
Er hat wohl ein bisschen was von Gnade verstanden, oder?