Einige Frauen haben mich immer mal wieder gefragt, wie ich denn all die verschiedenen Dinge in meinem Alltagsleben, alle Verpflichtungen und Verantwortungen unter einen Hut bringe? Ich fand das immer eine gute Frage! Und habe verschiedene Antworten gegegben, die mir in den Sinn kamen. Aber seit kurzem habe ich eine klarere Sicht und Erkenntnis darüber, deshalb möchte ich sie hier festhalten.
Ausruhen bis die Kraft Gottes durchbricht, heisst der erste Schlüsselsatz und dann das Fleisch nicht regieren lassen, sondern im Geist dranbleiben, der Zweite! Diese zwei werden offensichtlich gerne miteinander vertauscht! Das bekannte Maria/Marta Syndrom?
Ich habe festgestellt, dass es Zeiten gibt, wo ich mich einfach ausruhen muss. Damit meine ich nicht den ganzen Tag nur im Bett zu liegen und nichts zu machen, sondern viel mehr in Ruhe vor dem Herrn zu sein. Die Wäsche, die Küche, die Computerarbeit, die intensive Kinderpflege einfach mal ruhen zu lassen und Zeit für mich vor dem Herrn zu verbringen.
Das kann bedeuten ganz normal durch den Alltag zu laufen, trotzdem noch das, was getan werden muss, tun, aber eben nichts oben drauf. In solchen Zeiten der geistlichen Attacke oder des seelischen Konflikts sind keine Ressourcen mehr übrig, um ‚nur schnell noch‘ die Wäsche zu machen oder die Kleider, die herumliegen zu versorgen. Ich habe dann auch keine Energie etwas zu putzen, das mal geputzt werden müsste oder viele Emails zu schreiben, die Antwort erwarten.
In diesen Zeiten habe ich gelernt einfach in der Ruhe zu bleiben und mich wieder neu von der Gegenwart Gottes auftanken zu lassen. Es bringt dann gar nichts seinen sowieso leeren Tank noch mehr auszuschöpfen. Und genau da liegt das Problem vieler Menschen (vorallem Frauen?)! „Aber ich muss doch jetzt noch schnell…, wie kann ich auch nur…, was denken die anderen…, ich kann mir das nicht antun…,“ Da hab ich einfach gelernt skrupellos zu sein im Herrn!
Es kommt dann schneller als man denkt wieder ein Aufwind vom Herrn und mit der Kraft des Heiligen Geistes sind dann Wäscheberge sowie Emailberge schneller beseitigt, als ich mir das je hätte träumen lassen! Aber wenn ich den Schub des Heiligen Geistes in einer Arbeit drin nicht spüre, dann nützt es nichts, wenn ich aus verbissener eigener Kraft werkle, bis ich nicht mehr kann!
Die andere Seite dann wiederum ist aber auch zu erwähnen! Und zwar sind das die Momente, wo es schon spät abends ist, die verdiente persönliche Zeit ohne Kinder mit ‚meiner‘ Beschäftigung setzt ein und plötzlich kommt mir in den Sinn: Ich sollte unbedingt noch ein Email beantworten, dem zum Geburtstag gratulieren, etwas vorbereiten für den nächsten Tag, eine Kleinigkeit, die Energie und Weisheit braucht, managen… Das ist genau die Zeit, wo ich mich innerlich aufbäumen und gegen mein Fleisch entscheiden muss!
In solchen Momenten gilt genau das Gegenteil, da möchte nun gerne das Fleisch übernehmen und mir sagen: „Du hast doch jetzt das und das verdient….“ obwohl ich in meinem Geist genau merke, dass jetzt nicht Ausspannen dran ist, sondern durchgehen! Dann gehe ich durch und gebe nochmals alles für den Herrn!
Dieses ‚die zweite Meile gehen‘ kann man richtig einüben und dann wird es zu einer Angewohnheit, die einem gar nicht mal mehr so viel kostet!
Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen auf diesem Bereich Schulung und Training benötigen! Denn sonst läuft es meistens verkehrt herum. Dann, wenn im Herrn ausgeruht werden sollte, dann wird im Fleisch durchgepuscht und dann, wenn es dran wäre im Geist zu regieren und das Fleisch zu überwinden, dann lässt man einfach die Seele baumeln!
Ich sage dir, dieses Geheimnis im Alltag zu entdecken ist faszinierend und sehr effektiv! Ich segne dich heute mit offenen Herzensaugen, zu erkennen, wo du Maria und wo du der Kämpfer im Geist sein darfst!