Sprüche 13, 24
Wer seine Rute spart, haßt seinen Sohn, aber wer ihn lieb hat, sucht ihn früh heim mit Züchtigung.
zumindest im Westen. Und irgendwie ist Züchtigung in dieser Welt zu einem grossen Problem geworden. Eltern müssen vorsichtig sein damit, denn sonst wird ihnen noch Kindsmisshandlung vorgeworfen und in den Schulen ist dies eh kein Thema mehr.
Was ist Züchtigung? Kommt es vielleicht vom Wort züchten? Wenn man etwas züchtet, dann will man eine gewisse Rasse heranzüchten, die sich so und so benimmt. Im englischen wird für Züchtigung das Wort „discipline“ gebraucht. Was soviel bedeutet wie disziplinieren. Das gefällt mir besser als Züchtigung. Es geht im grossen und ganzen bei Züchtigung darum, dass wir disziplinieren, um etwas zu erreichen und ein Verhalten in einer Person zu verändern.
Mein Vater hat mich immer wieder gezüchtigt und ich lernte relativ schnell wo meine Grenzen sind. Ich lernte mich einzuordnen in die Gesellschaft und mich zu disziplinieren. Als ich dann später Gott kennen lernte und ihm nachfolgte war es klar, dass wenn er etwas sagt in seinem Wort, er das auch so meint. Denn bei meinem Vater war dies auch so. Wenn er etwas sagte, dann meinte er es so.
Ein Freund von mir, der zur gleichen Zeit zum Glauben kam wie ich, wuchs völlig anders auf und wurde selten diszipliniert. Er konnte die meiste Zeit tun und lassen was er wollte. Natürlich kam er dann in der Schule an die Grenzen und auch in der Arbeitswelt, da man sich ja in der Gesellschaft nicht einfach so benehmen kann wie man will. Spätestens im Militär war dies dann klar, dass es Leute gab, die am längeren Hebel waren als er.
Doch speziell bei Gott hat sich bei ihm gezeigt, dass er am Anfang von Gott nichts wirklich nehmen konnte und er es schwierig fand die Worte aus der Bibel zu empfangen. Immer hatte er einige Gründe, warum das vielleicht doch nicht so sein könnte und sein Glaubensleben war dadurch lange Zeit sehr gehindert.
Wenn ich heute zurückschaue, dann bin ich überzeugt, dass dies mit Züchtigung zu tun hatte. Er war nicht geübt darin von jemand anderen etwas zu empfangen. Erst wenn wir Züchtigung oder Korrektur von anderen annehmen können, wachsen wir in Weisheit und Erkenntnis heisst es in den Sprüchen noch und nöcher! Wir müssen lernen von anderen empfangen zu können. Vor allem auch, wenn sie Dinge anders sehen.
Doch wir müssen vor allem auch lernen andere zu disziplinieren, speziell unsere Kinder. Es ist keine Liebe darin, dass wir sie immer einfach laufen lassen ohne sie zu korrigieren. Denn dann werden sie dies später auf die harte Tour lernen müssen. Wenn wir jemanden wirklich lieben, dann sagen wir ihm auch die Dinge, die nicht gut sind. In Liebe, nicht in Verdammnis, so wie der Feind dies tut. Doch wir müssen in unseren Beziehungen zu einem Punkt kommen, wo wir einander die Guten und die Schlechten Dinge sagen können.
Wie sieht es bei dir aus? Kannst du Gutes und Schlechtes sagen? Oder sagst du nur immer das Schlechte oder nur immer das Gute? Ich möchte dich heute ermutigen, dass du wirklich anfängst beides zu tun! Züchtigung beinhaltet, die Wahrheit in Liebe durchzusetzen und die Konsequenzen von fehlbarem Verhalten aufzuzeigen!